Einer gebe dem anderen Freiheit
Einer gebe dem anderen Freiheit

ENTWURF DER VEREINSSATZUNG

Satzung – Sozial-Freischaft (Zur Verwendung darauf aufbauender Vereine)

 

§ 1 Name, Sitz
1) Der Verein heißt Balou
2) Der Sitz des Vereins ist Schülp
3) Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden


§ 2 Grundprinzipien
1) Der Verein BALOU mit Sitz in Schülp, richtet sich nach den Grundprinzipien der
Sozial-Freischaft (SoFi). Diese gründen sich auf der Basis der Menschenrechte, wie
sie auch als Grundlage der Bundesrepublik Deutschland als Ziel beschrieben wird.
Diesen sozialen Zielen folgend wollen wir im Rahmen der bestehenden Gesetze
ausschließlich und unmittelbar eine Freiheit gebende demokratische und machtfreie
Kernzelle entfalten, die als Weiterentwicklung und helfender Partner die Probleme
der existierenden Kernzelle (Familie) reduzieren und lösen kann.
Diese Kernzelle soll in etwa die gleiche Menge an Mitgliedern aufweisen, wie es
durchschnittlich frühere Großfamilien hatten (12). Wir sehen in dieser Anzahl eine
Natur gegebene effizient wirksame Größenordnung, die ein überschaubares
Zusammenleben und -wirken als soziales Kleinunternehmen ermöglicht. Bei
Überschreitung der Mitgliederzahl von ca. 20 TeilnehmerInnen sollte eine neue
Kernzelle als eigenständige Sozialfreischaft mit eigener Satzung gebildet werden.
Damit folgen wir den modernen Erkenntnissen der Neurobiologie, die in einer
machtfreien Lebensart den Entfaltungsweg zu einem multikreativen friedlichen
Teamgeist erkannt hat. Hierzu sollen sich die Potentiale der Einzelnen im freien
Miteinander ergänzen lernen können, sodass Salutogenese entsteht.
Wir folgen mit dieser Lebensart auch dem Ruf der aktuellen Gesellschaft nach
Frieden und Inklusion, in der Freiheit und Wohlstand im Zusammenleben für alle
Menschen entwickelt werden soll. Zugleich sollen durch das machtfreie
Gruppenleben erhebliche ökonomische, ökologische sowie gesundheitlich positive
Folgen entstehen ohne dogmatische Ideale zu benötigen. Einzig und allein soll die
sozial wirkende Freiheit im Mittelpunkt aller Entwicklungen stehen.
Jeder Mensch wird in seiner Einzigartigkeit wertgeschätzt und niemals als Objekt
irgendwelcher Bewertungen, Erwartungen, Belehrungen oder Maßnahmen
behandelt oder gar benutzt.


2) Das Interesse des Vereins zielt nicht auf eine Gewinnmaximierung und die
Verteilung dieser Gewinne an seine Mitglieder ab, sondern auf den Ausbau und die
Ausbreitung einer Art des Zusammenlebens, -lernens und -arbeitens, wodurch
Menschen ihre angeborene Lust am eigenen Denken und am gemeinsamen
Gestalten wiederfinden, Reibungsverluste vermieden werden, ihre Gesundheit und
ihr Wohlbefinden gefördert werden.


3) Die erwirtschafteten Gewinne des Vereins dienen allen Mitgliedern gleichermaßen
und können auch zur Förderung weiterer Projekte herangezogen werden.


4) Der Verein soll sich fair verhalten, sowohl nach außen (gegenüber Kunden,
Partnern und durch Geschäftsaktivitäten betroffene Dritte) wie auch nach innen.

5) Der Verein verpflichtet sich zu konsequenter Transparenz.

 


§ 3 Zweck
1) Der Verein fungiert als Kleinunternehmen, in dem die Mitglieder zusammenleben
und zusammenwirken.


2) Zweck ist die Verwirklichung der sozialen und kulturellen Belange der Mitglieder
und ihrer Nachbarn.


3) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch friedliche Aktivitäten
jeglicher Art, die dem Wohle aller beteiligten Menschen dienen.


4) Zudem hat der Verein das Ziel der Unterstützung und Förderung von anderen
Gemeinschaften beim Aufbau einer machtfreien Beziehungskultur, die eine optimale
Entfaltung der Einzelnen in ihrem Zusammenwirken als Gemeinschaft ermöglicht.


5) Der Verein erforscht, fördert und verbreitet die Erkenntnisse innerhalb ihrer Tätigkeit
und stellt diese grenzenlos offen allen Interessierten zur Verfügung. Der gesetzlich
vorgeschriebene Datenschutz sowie die Privatsphäre der Mitglieder werden gemäß
den gesetzlich geforderten Bestimmungen geschützt.

 


§ 4 Wirtschaftsprinzip
1) Wir erkennen, dass persönlicher Besitz Macht über andere Menschen verursacht.
Zugleich führt persönlicher Besitz automatisch zu Verlustängsten und damit zu
geistigen wie körperlichen Krankheiten. In seiner Folge entstehen Neid, Intrigen,
Eifersucht und verursachen damit die Zerstörung von Gemeinschaften. Deshalb
erkennen wir die Notwendigkeit eines besitzlosen unabhängigen Zusammenlebens,
in dem wir uns gegenseitig alle Dienstleistungen schenken. Das erwirtschaftete
Kapital dient dem Erhalt und Ausbau unseres Objekts und dem Wohle aller
Mitglieder gleichermaßen.
Motto: „Was du willst, dass man dir tu, das füg zunächst den anderen zu.“


2) In der Startphase des Vereins ist es notwendig ein Objekt zu kaufen, um das für
den wirtschaftlichen Betrieb notwendige Zusammenwirken ermöglichen zu können.
In dieser Phase wird von jedem Mitglied, das im Objekt lebt, ein Beitrag in Höhe
des Sozialsatzes (Hartz IV) erhoben und davon ein entsprechend gleicher Teil als
Miete angesetzt. Mit ausreichender Wirtschaftlichkeit entfallen diese Beiträge
vollständig.


3) Da hauptsächlich das zusammen erwirtschaftete Kapital für die Gemeinschaft
verwendet werden soll, bringt kein Mitglied eigenes Kapital ein. Eventuell
vorhandenes Vermögen soll denjenigen eine stille Rücklage bieten, um problemlos
jederzeit aus dem Verein austreten zu können; also Freiheit ermöglichen.
Das Einkommen des Vereins, der wie eine Firma am allgemeinen Geschäftsleben
teilnimmt, wird durch die kostenfreie Arbeitsleistung der Mitglieder und Freunde
erwirtschaftet und in vollständiger Transparenz verwaltet.


4) Das Einkommen des Vereins wird zur Deckung aller festen Ausgaben verwendet.
Der Überschuss wird zum Wohle aller Mitglieder verwendet.


5) Um die Machtfreiheit aufrecht erhalten zu können, werden Mitglieder nicht
persönlich bezahlt. Die Kapitalverwendung wird durch direkte demokratische
Abstimmung festgelegt.


6) Notwendige Fremdleistungen können eingekauft werden.

 


§ 5 Vorstand
Der Vorstand besteht aus drei oder mehr gleichberechtigten Personen, die von den
Mitgliedern gewählt werden. Der Vorstand ist der Mitgliederversammlung verantwortlich
und an ihre Weisungen gebunden. Jedes Vorstandsmitglied ist nur gemeinsam mit
mindestens einem andern Mitglied vertretungsberechtigt.

 


§ 6 Mitgliedschaft und Beendigung
1) Ausgenommen der Gründungsmitglieder bedarf es zur Aufname in den Verein eines
dauerhaften Zusammenlebens von mindestens einem Jahr. Darüber entscheiden
die Mitglieder demokratisch.


2) Eine Ablehnung bedarf keiner schriftlichen Begründung.


3) Die Mitgliedschaft endet automatisch durch den Eintritt in eine Abhängigkeit. Zum
Beispiel in eine Ehe oder einer anderen Art von Zugehörigkeitsversprechen an
Personen oder Institutionen, die von sich abhängig machen oder das freie Denken
und Verhalten einschränken.


4) Automatisch endet die Mitgliedschaft bei stiller Abwesenheit von mehr als einer
Woche oder bei Auflösung des Vereins. Mit Einverständnis der Mitglieder sind
flexible Abwesenheitszeiten möglich.


5) Der Ausschluss aus dem Verein benötigt das Einverständnis von 2/3 der Mitglieder.


6) Die Mitgliedschaft kann fristlos auf eigenen Wunsch gekündigt werden.


7) wegen Tod.

 


§ 7 Auflösung des Vereins
Bei Auflösung des Vereins wird das Vermögen anderen Vereinen übertragen, die sich nach
den Grundprinzipien der Sozialfreischaft richten. Falls dies nicht möglich ist, stimmen die
Mitglieder darüber ab, welcher Sozialstiftung das Vermögen angeboten wird.


Wir erklären, dass wir durch Unterzeichnung dieser Satzung des Vereins Balou in
Adresse …………. als Gründungsmitglied beigetreten sind:


 

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© Heinz-Peter Litzkendorf